Farmer Tom

Mühlviertler Bioqualität

Unsere Philosophie

Wir Menschen können uns in der Regel aussuchen, welche Arten von Lebensmitteln wir essen. Billigprodukte mit fragwürdiger Herkunft und fragwürdigem Produktionshintergrund, oder hochwertige Lebensmittel wo die Social- und Fair Trade-Richtlinien auch vor dem Rinder- und Schweinestall nicht Halt machen.
Die zum Essen bestimmten Tiere haben in der Regel diese Wahlmöglichkeit nicht. Sie können nicht wählen, ob sie in einem Boxenmaststall oder in der Weide- und Auslaufhaltung geboren und gehalten werden. Daher ist die Verantwortung für diese Prozesse zu 100% bei uns Essern. Die Idee von Farmer Tom ist es, uns genau dieser Verantwortung bewusst zu sein, und ihr in weiterer Folge auch nach zu kommen.
Ja, wir schlachten Tiere weil sie uns schmecken, und weil wir den Erlös daraus für unsere Landwirtschaft brauchen, aber wir betreiben das nicht nur in einem biologischen Rahmen, sondern darüber hinaus in einem äußerst extensiven Rahmen. Wir haben Zeit, und wenn eine Kuh oder ein Schwein mal eine Babypause macht, dann sei ihr diese gegönnt, ohne, dass dies gleich aus ökonomischen Gründen zum Ende führt. Wir bieten unseren Tieren ganzjährigen Ausgang, Namen, die Möglichkeit eigene Herden- und Gruppenstrukturen zu entwickeln und wir leisten Trauer beim Schlachten.
Für einen Vegetarier ist das noch immer zu wenig, aber für einen Fleischesser ist das schon ganz schön viel.

Geschichte

1992 fingen meine Frau und ich im Zuge einer Erbschaft an, einen kleinen landwirtschaftlichen Betrieb mit drei Rindern, zwei Schweinen und zwanzig Hühnern im Mühlviertel zu betreiben. Wir begannen relativ bald zu expandieren und pachteten freiwerdende landwirtschaftliche Flächen dazu. 1993 erfolgte die Umstellung auf einen biologischen Betrieb mit extensiver Mutterkuhhaltung.
Nach einigen Jahren wurde uns der Betrieb jedoch zu klein und wir entschieden uns, einen Hof in Alleinlage im tiefen Mühlviertel hinter den sieben Bergen bei den sieben Zwergen zu kaufen. Mittlerweile haben wir unser Konzept der extensiv betriebenen Bio-Landwirtschaft auf Basis von Muttertierhaltung verfeinert und bewirtschaften derzeit 35 ha Wiesen und 8 ha Wald.

Unser Hof

Unsere Regeln

  • Bio

    Wir werden mindestens einmal im Jahr von der Austria Biogarantie kontrolliert. Das nun schon seit nahezu 15 Jahren. Alle diesbezüglichen Regeln werden erfüllt und Auflagen sofort realisiert. Darüber hinaus werden wir nach dem Zufallsprinzip von der AMA auf die Einhaltung der Biorichtlinien im Rahmen der Cross Compliance Kontrolle überprüft. Alle Bestimmungen sind erfüllt.

  • Artgerecht

    Wir bemühen uns sehr, soweit dies im landwirtschaftlichen Kontext möglich ist, unseren Tieren artgerechte Haltungsformen anzubieten. Das heißt überall das Mutter- und Vatertierprinzip. Keine Isolierungen sondern immer das Herdenprinzip zum Entwickeln der artüblichen Herdenstrukturen. Bei den Rindern bedeutet das unter anderem ganzjährige Weide- und nicht nur Auslaufhaltung.

  • Social Firm

    Wir führen unsere Landwirtschaft im Rahmen der Querdenker als social firm. Das heißt wir haben unter anderem drei Personen mit besonderen Bedürfnissen im Rahmen von voll sozialversicherten Dienstverhältnissen beschäftigt. Über die Entlohnung hinaus versuchen wir sozialpädagogische Rahmenbedingungen anzubieten, die für sie hilfreich sind.

  • Fair Trade

    Wir bemühen uns, Preise anzubieten, die so hoch sind dass sie uns ein Überleben ermöglichen, die aber auch so niedrig sind dass sich auch Personen mit weniger Geld hochwertige Lebensmittel leisten können. Die Wertschöpfung aus der Landwirtschaft geht wieder zurück in die Landwirtschaft und wird entweder in Infrastruktur oder in Dienstverhältnisse investiert.

  • Slow Down

    Ist Prinzip im Stall. Wenn ein Rind oder Schwein langsamer wächst, dann ist es eben so. Wenn eine Kuh eine Babypause macht, dann ist es eben so. Solange sich keine ernsthaften gesundheitlichen Probleme dahinter verbergen, ist das noch kein Grund zum Aussortieren, wie es in der konventionellen Landwirtschaft, aber auch in der intensiv-biologischen Landwirtschaft passiert.